Die wichtigsten Fristen für die Steuererklärung 2026 auf einen Blick
- Pflichtabgabe ohne Steuerberater: Montag, 2. August 2027 (der 31. Juli 2027 ist ein Samstag – die Frist verschiebt sich nach § 108 Abs. 3 AO auf den nächsten Werktag)
- Pflichtabgabe mit Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein: 29. Februar 2028 (2028 ist ein Schaltjahr)
- Freiwillige Abgabe für 2026: bis 31. Dezember 2030
Die Fristen gelten für die elektronische Abgabe über ELSTER genauso wie für die Abgabe in Papierform – maßgeblich ist der Eingang beim Finanzamt.
Wer muss die Steuererklärung für 2026 abgeben?
Zur Abgabe verpflichtet ist unter anderem, wer:
- Ehegatte ist und die Steuerklassen-Kombination III/V oder das Faktorverfahren nutzt
- Lohnersatzleistungen über 410 € bezogen hat (Elterngeld, Kranken-, Kurzarbeitergeld – Progressionsvorbehalt)
- Nebeneinkünfte über 410 € hatte, etwa aus Vermietung oder Renten
- bei mehreren Arbeitgebern gleichzeitig beschäftigt war (Steuerklasse VI)
- einen Freibetrag beim Lohnsteuerabzug eingetragen hatte
- selbständig, gewerblich oder land- und forstwirtschaftlich tätig ist
Ob du dazugehörst – und warum sich die Abgabe auch ohne Pflicht meist lohnt – erklärt der Artikel Steuererklärung: Pflicht oder freiwillig?
Sonderfälle: Selbständige, GmbH und Rentner
Für Selbständige, Freiberufler und Kapitalgesellschaften gelten dieselben Stichtage – zusätzlich sind Umsatzsteuer- und ggf. Gewerbesteuererklärung fällig. Alle Details: Abgabefristen für Selbständige und GmbH. Rentner sind abgabepflichtig, wenn ihr steuerpflichtiges Einkommen den Grundfreibetrag übersteigt – mehr dazu im Ratgeber Müssen Rentner eine Steuererklärung abgeben?
Frist verpasst oder zu knapp? Das sind deine Optionen
Wenn absehbar ist, dass du den 2. August 2027 nicht schaffst, stelle rechtzeitig einen Antrag auf Fristverlängerung – formlos, kostenlos und mit guter Begründung oft erfolgreich.
Ist die Frist bereits verstrichen, zählt jeder Monat: Es drohen Verspätungszuschläge von mindestens 25 € pro angefangenem Monat und in letzter Konsequenz ein Schätzbescheid. Was dann zu tun ist, liest du im Artikel Steuererklärung nicht abgegeben: Von der Erinnerung bis zum Schätzbescheid.
Vorauszahlungstermine 2027
Selbständige und alle mit festgesetzten Vorauszahlungen zahlen 2027 quartalsweise Einkommensteuer-Vorauszahlungen:
- 10. März 2027
- 10. Juni 2027
- 10. September 2027
- 10. Dezember 2027
Welches Finanzamt ist zuständig?
Zuständig ist das Finanzamt deines Wohnsitzes. Adresse, Öffnungszeiten und Kontaktdaten findest du in Sekunden über die Finanzamt-Suche auf finanzamt24.de – einfach PLZ oder Ort eingeben.
TippNicht bis zum 2. August 2027 warten: Wer früh abgibt, bekommt seine Erstattung früher – und die Bearbeitungszeiten der Finanzämter sind im Frühjahr deutlich kürzer als im Sommer.
Häufige Fragen
Bis wann muss ich die Steuererklärung 2026 abgeben?
Die Frist für die Pflichtabgabe endet am Montag, 2. August 2027 – der reguläre Stichtag 31. Juli fällt 2027 auf einen Samstag und verschiebt sich auf den nächsten Werktag. Mit Steuerberater gilt der 29. Februar 2028.
Warum endet die Frist 2027 am 2. August und nicht am 31. Juli?
Der 31. Juli 2027 ist ein Samstag. Fällt eine Frist auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag, endet sie nach § 108 Abs. 3 AO erst mit Ablauf des nächsten Werktags – hier Montag, der 2. August 2027.
Welche Frist gilt mit Steuerberater für die Steuererklärung 2026?
Wer einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein beauftragt, hat automatisch bis zum 29. Februar 2028 Zeit – 2028 ist ein Schaltjahr, deshalb der 29. statt des 28. Februar.
Bis wann kann ich die Steuererklärung 2026 freiwillig abgeben?
Bei freiwilliger Abgabe (Antragsveranlagung) hast du vier Jahre Zeit: Die Erklärung für 2026 kann bis zum 31. Dezember 2030 eingereicht werden.
Was passiert, wenn ich die Frist am 2. August 2027 verpasse?
Das Finanzamt kann einen Verspätungszuschlag festsetzen – 0,25 % der Steuer, mindestens 25 € pro angefangenem Monat. Ab 14 Monaten nach Jahresende ist der Zuschlag Pflicht; zudem drohen Zwangsgeld und Schätzbescheid.